Endlich wieder Zeltlager – KJG Zimmern kehrt nach Hause zurück

Die KJG Zimmern verbringt eine Woche Zeltlager im Allgäu / 110 Kinder und Jugendliche nehmen teil

Zimmern o.R. Es heißt wieder einmal „Oooh `s Lager war schee…“ – das jährliche Highlight der katholischen jungen Gemeinde (KJG) geht zu Ende. Unter dem Motto „Das alte Rom“ ging es dieses Jahr nach einjähriger Corona-Pause wieder nach Weitprechts bei Bad Wurzach. Nach langem Warten gab es endlich wieder eine Woche voller Sonne, Spaß, Freundschaft und Abenteuer – eine Woche Zeltlager eben.

„Nach der langen und beschwerlichen Reise, durch die Urwälder Germaniens und über die Alpen erreicht ein Tross heimatloser Landstreicher eine prächtige, ihnen fremde Stadt. Rom“, lautete das Motto für die acht Tage Zeltlager, auf die sich zahlreiche KJGlerinnen und KGJler nach einjähriger Coronapause gefreut haben. 

Die Vorbereitungen für das Lager haben bereits vor Monaten begonnen. Um das bevorstehende Lager zu planen, haben sich die Leiterinnen und Leiter der KJG-Zimmern zu zwei Zeltlagervorbereitungstagen verabredet, die coronabedingt digital stattfinden mussten. So wurde bereits Anfang Mai das Thema des diesjährigen Zeltlagers festgelegt. Außerdem wurden Alica Mager, Fabienne Ceglarek, Finn Ratusny, Marius Hirth und Peter Rebhan zur Lagerleitung und damit zu den Hauptverantwortlichen des Zeltlagers gewählt. Aber auch die übrigen Leiter übernehmen die gesamte Woche über wichtige Aufgaben: während der Frühstücksdienst schon früh am Morgen für heiße Getränke und gute Laune sorgt, macht der Musikdienst bis spät abends mit Lagerklassikern wie „In Texas Kneipe“ richtig Stimmung am Lagerfeuer. Eine ganz besondere Rolle spielt in diesem jahr der Hygienedienst, der durch die Ausarbeitung eines umfassenden Hygienekonzepts die Grundlage für die Durchführung des Zeltlagers schaffen konnte. So wurde unter anderem eine umfassende Teststrategie entwickelt, die eine sichere Durchführung des Zeltlagers gewährleistete. Nicht zu vergessen ist das aufwändige und kreative Programm, das die knapp 50 Jugendleiter und Jugendleiterinnen der KJG auch für dieses Zeltlager vorbereitet haben, das für das gesamte Römerlager jeden Tag neue Überraschungen bereithält.

Am Samstagmorgen war es dann endlich so weit. Nach umfassender Corona-Testaktion fanden sich alle KJG-Mitglieder, die nicht bereits zum Aufbau ins Allgäu gefahren waren, zu einem Auftakt-Gottesdienst ein. Nachdem gegen Ende des Gottesdienstes alle Uhren eine Stunde zurück auf „Lagerzeit“ gestellt worden waren, konnte es dann endlich losgehen. Mit zwei Bussen ging es für die Kinder und Jugendlichen im Alter von 9 bis 25 Jahren ins Allgäu und damit symbolisch ins „Alte Rom“. Die Busse wurden dieses Jahr von RIA-Polymers GmbH gesponsert. Die KJG bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich für die großzügige Unterstützung.

Bei ihrer Ankunft auf dem Zeltplatz und damit im bisher noch unbekannten „Alten Rom“ wurden die zukünftigen Bürgerinnen und Bürger lautstark vom Aufbau-Team begrüßt. Was bei der Ankunft für den ein oder anderen noch neu und fremd war, wurde im Verlauf der Woche schnell zu einer zweiten Heimat. 

Damit sich das Lager wie Heimat anfühlen konnte, wurde am Samstag gemeinschaftlich das „Alte Rom“ aufgebaut. Dazu wurden unter anderem Schilder gebastelt, die für Orientierung sorgen: das „Forum Romanum“ oder das „Colosseum“ mussten fortan nicht länger gesucht werden. Außerdem wurde ein Triumphbogen geschmückt und ein schwarzes Brett für den wichtigsten Tratsch und Klatsch im „Alten Rom“ aufgebaut. Am Sonntag musste das Programm aufgrund des schlechten Wetters leider abgesagt werden. Doch dank eines gemütlichen Tages im Zelt konnten am Montag alle umso motivierter in den „Sporttag“ starten, der dieses Jahr unter dem Motto „Olympia“ stand. Am Dienstag statteten Asterix und Obelix dem Zeltlager einen Besuch ab und begleiteten die Gallier und Gallierinnen durch den Tag. An verschiedenen Stationen mussten sie Miraculix helfen, sein verlorenes Zaubertrankrezept wiederzufinden. Als Belohnung fand abends eine spektakuläre Show im Colosseum statt, bei der alle Leiterinnen und Leiter einen Auftritt präsentierten. Am darauffolgenden Wandertag ging es um die große Eroberung Roms, bei der sich verschiedene Provinzen und Länder des Römischen Reichs in verschiedenen Spielen unter Beweis stellten. Nicht zu vergessen ist die traditionelle Nachtwanderung, bei der sich alle schön gegruselt haben. So vergingen die Tage im Zeltlager wie im Flug und ehe man sich versah, wurde es Freitag und damit Zeit für das große Finale des Zeltlagers. Im Lagerzirkus am Freitagabend konnten die KJGler und KJGlerinnen nochmal alles geben und die Stimmung in Sketches, Tänzen oder kleinen Shows auf den Höhepunkt treiben. 

Übergreifend hatte sich die Lagerleitung zudem noch eine ganz besondere Wochenaufgabe ausgedacht: die Woche über wurden alle KJGlerinnen und KJGler in vier römische Stämme eingeteilt: Royalblau, Smaragdgrün, Purpur und Rubinrot. Durch besondere Leistungen und Verdienste konnten Denare gesammelt werden. Gegen Ende der Woche wurde der Stamm mit den meisten Denare dann zum Lagersieger gekürt.

Auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat, war die Stimmung nicht zu übertreffen. Einige regnerische Tage konnten die KJGlerinnen und KJGler nicht davon abhalten, ihre Teams mit Schlachtrufen anzufeuern und beim Lagertanz oder beim Singen am Lagerfeuer so richtig Gas zu geben. 

Doch nicht nur das Programm und die Stimmung machen das Zeltlager so schön. Auch das Essen war in diesem Jahr wieder ein absolutes Highlight. Von Maultaschen mit Kartoffelsalat über Gulaschsuppe bis hin zu Schnitzel und Spätzle war für jeden etwas dabei. So sorgten die Köchinnen Hedwig Teufel, Anita Döttling und Ute Mager mit der tatkräftigen Unterstützung des neuen Küchenchefs Nico Mager für volle Bäuche und glückliche KJGler. Für Hedwig Teufel, Anita Döttling und Ute Mager war es nach jahrelanger Unterstützung das letzte Zeltlager, weshalb die KJG sich schweren Herzens von ihnen verabschieden muss. Die KJG bedankt sich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich für die jahrelange Unterstützung und das Engagement.

So hat jede Reise ein Ende und wie es so schön heißt, soll man aufhören, wenn es am schönsten ist. Alle Römerinnen und Römer stellten ihre Uhren wieder um eine Stunde vor und traten am Samstagnachmittag die Rückreise nach Zimmern an. Ein weiteres wunderschönes Lager geht zu Ende, für das alle KJGlerinnen und KJGler in diesem Jahr besonders dankbar sind und an das sie sich noch lange erinnern werden. 

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