Sieben Tage Weltall und Lagerfeuer – Astronauten kehren nach Hause zurück

Die KJG Zimmern verbringt eine Woche Zeltlager im Allgäu / 120 Kinder und Jugendliche nehmen teil

 

Von Caroline Grießhaber

Zimmern. Die Sommerferien haben gerade erst begonnen, doch für 120 KJGler und KJGlerinnen ist das unbeschriebene Highlight des Jahres schon wieder vorüber. Gemeinsam verbrachten sie die schönste Woche im Jahr in Weitprechts bei Bad Wurzach im Allgäu. Und es war wieder eine Woche voller Sonne, Spaß, Freundschaft und Abenteuer – eine Woche Zeltlager eben.

„Zündet eure Raketen und erkundet mit uns die Planeten. Von Zimmern aus direkt ins All, das wird der mega Knall!“, lautete das Motto für die acht Tage Zeltlager, auf die sich zahlreiche KJGler seit Monaten gefreut haben. Am Samstagmorgen war es dann endlich so weit. In einem Gottesdienst verabschiedeten sich alle KJG-Mitglieder, die nicht bereits zum Aufbau ins Allgäu gefahren waren, von Familie und Freunden. Nachdem gegen Ende des Gottesdienstes alle Uhren eine Stunde zurück auf „Lagerzeit“ gestellt worden waren, konnte es dann endlich losgehen. Mit zwei Bussen ging es für die Kinder und Jugendlichen im Alter von 9 bis 24 Jahren auf ins Allgäu und damit symbolisch los ins Weltall.

In monatelangen Vorbereitungen hatten die Leiter und Leiterinnen der KJG Zimmern das Zeltlager auf die Beine gestellt. So wurden das Wochenmotto festgelegt, die einzelnen Tage durchgeplant und wichtige Dienste wie der „Klodienst“, der Sanitäter-, Frühstücks- oder Fotografendienst übernommen. Den wichtigsten und zugleich verantwortungsvollsten Dienst, die Lagerleitung, haben dieses Jahr Lisa Hepfner, Marius Haas und Marcel Merkle übernommen und dabei nicht nur während sondern vor allem auch schon vor dem Lager ganze Arbeit geleistet. So stand einer Woche Zeltlager ohne große Zwischenfälle nichts mehr im Wege.

Auf ihrer Reise durch das Weltall entdeckten die 120 teilnehmenden Kinder und Jugendlichen nach und nach unsere Galaxie: jeden Tag im Lager wurde ein neuer Planet „bereist“ und erkundet. So kamen die Busse am Samstagmittag auf dem Mars an und am Sonntag krönten die KJGlerinnen die Göttin Juno im Geschlechterkampf zur Herrscherin über den Jupiter. Die Woche über konnten die Weltreisenden in verschiedenen Wettkämpfen ihr Können unter Beweis stellen und dabei gleichzeitig neue Freundschaften schließen. So stand der „Sporttag“ ganz unter dem Motto „Krieg der Sterne“, und am Wandertag konnte die Nasa den Siegpokal nach Hause tragen. Aber nicht nur körperliches Können war gefragt: In der Nacht auf Dienstag war das gesamte Lager auf dem „Eisriesen“ Uranus festgefroren und musste sich durch einen „Escape Room“ – oder besser gesagt „Escape Planet“ – rätseln, bevor das Raumschiff losgeeist und die Reise durch das All fortgesetzt werden konnte. Am Donnerstag erkundeten Teilnehmer und Leiter dann in Nachtspielen den Sternenhimmel, erkannten Sternzeichen und entschlüsselten Lichtbotschaften. Die Lagerleitung hatte sich zudem noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: die Woche über konnten alle KJGler und KJGlerinnen mit besonderen Verdiensten kleine Aliens in Form von Schlüsselanhängern sammeln. Gegen Ende der Woche wurde die Gruppe mit den meisten Aliens dann zum Lagersieger gekürt.

Neben dem Programm war auch das Essen in diesem Jahr wieder ein absolutes Highlight. Von Maultaschen mit Kartoffelsalat über Gulaschsuppe bis hin zu Schnitzel mit Nudeln und Soße war für jeden etwas dabei. So sorgten die Köchinnen Hedwig Teufel und Anita Döttling mit der tatkräftigen Unterstützung des ehemaligen KJGlers Nico Mager für volle Bäuche und glückliche KJGler.

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Mal wieder reichlich Besuch im Lager. So ließen es sich unter anderem Bürgermeisterin Carmen Merz und Pfarrer Joseph Kreidler sowie einige ehemalige KJGler nicht nehmen, dem Lager einen Besuch abzustatten. Mit großem Hallo wurden die Weltraumtouristen im Lager empfangen und direkt in die Galaxie aufgenommen. Auch für Besucher war offensichtlich: die Stimmung im Lager war wieder mal einmalig – und das trotz des durchwachsenen Wetters. Einige regnerische Abende und sogar ein kurzer Hagelschauer konnten die KJGler nicht davon abhalten, ihre Teams mit Schlachtrufen anzufeuern und beim Lagertanz oder beim Singen am Lagerfeuer so richtig die Sau raus zu lassen.

So vergingen die Tage im Zeltlager wie im Flug und ehe man sich versah war es auch schon wieder Freitag und damit Zeit für das große Finale. Im Lagerzirkus am Freitagabend konnten die KJGler und KJGlerinnen nochmal alles geben und trieben in Sketches, Tänzen oder kleinen Shows die Stimmung auf den Höhepunkt. Aber jede Raumfahrt hat ein Ende und wie es so schön heißt soll man aufhören, wenn es am schönsten ist. Gegen Ende des Lagerzirkusses stellten die Astronauten ihre Uhren deshalb schweren Herzens wieder um eine Stunde vor und setzten am Samstagnachmittag zum Landeflug auf die Erde an. So geht ein weiteres wunderschönes Lager zu Ende, an das sich alle KJGler und KJGlerinnen noch lange erinnern werden. Denn wie oft hat man schon die Möglichkeit, eine Runde durch das Weltall zu drehen?

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